Wer zu spät kommt ...


SS 2013

Studierende

Cecilia Aretz


Studiengänge

Media Art & Design


Richtung

Fotografie
Medienkunst


Projektart

Diplom

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. So meinen wir doch immer, oder? Sind wir deshalb ständig erreichbar, immer auf dem Sprung zum nächsten Termin und wollen überall dabei sein, um möglichst wenig zu verpassen? Ist es nicht fast schon ein Trend geworden, keine Zeit zu haben, weil es den Eindruck erweckt, gefragt zu sein?

„Leider keine Zeit“ - heißt es oft. Es fühlt sich so an, als befänden wir uns andauernd unter Zeitdruck, weil wir nicht alles erledigen können, was wir uns vorgenommen haben. Besonders erstaunlich dabei ist, dass sich dieser Zeitdruck nicht nur auf unsere Arbeitswelt bezieht, sondern auch auf unsere Freizeit. Frei-Zeit-Stress: Irgendwie ein Widerspruch in sich. Wie passt das zusammen?

Für uns alle hat der Tag 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Was machen wir eigentlich den ganzen Tag? Wieso wollen wir immer schneller werden? In meiner Fotoarbeit gehe ich diesen Fragen nach und erzähle eine Geschichte.

 

Die Hauptrolle der Geschichte nehmen Schuhe ein. Warum Schuhe? Schuhe stehen hier symbolisch für Fortbewegung und sie zeigen die Verbindung zum Menschen. Jeder von uns trägt sie. Schuhe sind zum einen von praktischem Nutzen: sie schützen unsere Füße. Zum anderen sind sie ein bedeutender Modeartikel. Wir kaufen uns gerne die neuesten Schuhe, die gerade angesagt sind und fühlen uns dadurch modern und „in“. Für jede Lebenssituation gibt es passende Schuhe. Businessschuhe, Freizeitschuhe, Badelatschen, Hausschuhe, Sandalen, High Heels etc.

Die Story beginnt mit Sportschuhen, denn Sportschuhe spiegeln den Wettlauf wider. Um einen Wettlauf geht es auch in der Story, aber nicht um den auf dem Sportplatz.

Die Schneide- und Überlagerungstechniken in den Bildern sollen die Aussage der Bilder unterstreichen und die „Zerstückelung der Zeit“ aufgreifen.