Skeleton


Musikvideo
SS 2019

Studierende

Anika Brenner


Studiengänge

Media Art & Design


Projektart

Diplom

Anika Brenner: Skeleton, Diplom 2019

Was, wenn Menschen ihre Haut wie Kleidung an- und ausziehen könnten? Was, wenn es Leute gibt, die einen Schädel haben, der in keine „normale“ menschliche Haut passt?

Die Geschichte wird aus der Sicht einer Person erzählt, - im weiteren Verlauf Kosta genannt - die einen Pferde-Antilopen-Schädel mit langen Hörnern hat und sich über die Jahre in eine heruntergekommene Einzimmerwohnung einer Großstadt zurückgezogen hat, da sie die Blicke der anderen nicht mehr ertragen konnte.
Die Erinnerung an die Tage, als sie als Kind noch in normale Häute gepasst hat und Freunde hatte, lässt sie ihre Angst fürs Erste überwinden und sie versucht, ihre alten Freunde zu finden. Dabei muss sie die abschätzigen Blicke der „normalen“ Menschen ertragen.
Eine mysteriöse Person wird auf sie aufmerksam. Als Kosta seine Jugendfreunde endlich findet, erkennen sie ihn nicht wieder und verstoßen ihn. Am Boden zerstört, flüchtet er und bricht zusammen. Die mysteriöse, vermummte Gestalt folgt ihm und offenbart sich Kosta als ebenfalls andersschädlige Person. Sie beschließen, zusammenzuhalten und sich nicht mehr zu verstecken.
Auf ihrem Weg durch die Stadt treffen sie einen weiteren Ausgestoßenen und aus dem Duo wird ein Trio. Weitere Andersschädlige werden auf sie aufmerksam, als sie durch die Straßen laufen, und schon bald entwickelt sich die Situation zu einem Marsch. Die Menschen wissen nicht recht, was sie davon halten sollen. Der Marsch wird schon bald durch die Polizei unterbrochen und es kommt zu einer Auseinandersetzung. Einer der Andersschädligen tritt vor und versucht, die Situation zu entschärfen, da mittlerweile alle Angst voreinander haben. Im Affekt wird ihm der Kopf von den Schultern geschlagen. All die unterdrückte Wut, Angst und Verzweiflung der letzten Jahre nimmt überhand und die Skelette formen sich zu einem riesigen Etwas. Die friedliche Zeit ist vorbei.