Schamanische Herrentorte


Ausstellung vom 19. Juli bis 16. August 2015 Kunstverein Emmerich/ Haus im Park, Emmerich am Rhein
SS 2015

Studierende

Mathias Aan‘t Heck
Lena Schwingel
Luise Talbot
Tim Jungmann
Lucie Sahner
Bongjun Oh


Studiengänge

Freie Kunst


Richtung

Installation
Zeichnung
Malerei
Plastik/Bildhauerei


Projektart

Ausstellung

Unter dem Titel „Schamanische Herrentorte“ zeigen sechs Studierende der Hochschule der Bildenden Künste Saar gemeinsam mit ihrer Professorin Gabriele Langendorf im „Haus im Park“, Emmerich/ Niederrhein, ihre aktuellen Arbeiten. Damit setzt der Kunstverein Emmerich eine Reihe fort, die anhand von Klassen führender Kunsthochschulen in Deutschland und den Niederlanden erste Schlaglichter auf die Kunst von Morgen wirft. Kuratorin der Ausstellung ist die freie Kunsthistorikerin Beate Kolodziej, M.A.

Die Werke der sechs Nachwuchskünstler stellen eigene Positionen dar, doch spürt man auch noch das Ausprobieren von Neuem. Themen, Materialien und Techniken werden von ihnen auf unterschiedlichste Art und Weise als Experimentierfeld genutzt, um Ideen und Ausdrucksformen zu entwickeln.

Mathias Aan’t Heck (geb. 1989 in Moosburg/ Isar, 6. Semester) greift in seinen Zeichnungen Beobachtungen von sozialen Beziehungen oder von Lebewesen auf. So porträtiert er u.a. detailgetreu Vogelarten und malt sie überlebensgroß auf eingefärbten Stoffen.

Tim Jungmann (geb. 1993 in Saarlouis, 4. Semester) hingegen experimentiert mit Farbe und ihrer Eigenschaft und Wirkung. So kombiniert er unterschiedliche Maltechniken miteinander und schafft übereinanderliegende abstrakte Farbschichten und Farbfelder.

Im Werk von Bongjun Oh (geb. 1983 in Jeju/ Südkorea, 10. Semester) finden sich Gemälde, bei denen er zum Teil eigene emotionale Erlebnisse verarbeitet, wie den Tod seines Großvaters. Zusammen mit weiteren Objekten werden die Bilder zu wand- und raumfüllenden Installationen.

Für Lucie Sahner (geb. 1986 in Völklingen, 10. Semester) spielt die Zeichnung eine große Rolle. Mit ihrer Hilfe untersucht sie Formen und Strukturen, etwa die des menschlichen Körpers, den sie ganz oder fragmentiert wiedergibt.

Lena Schwingel (geb. 1994 in St. Wendel, 4. Semester) verfolgt einen skulpturalen Weg. Mit ihren genähten Plastiken setzt sie sich ebenfalls mit dem menschlichen Körper auseinander und impliziert Emotionen und Empfindungen.

In den Gemälden von Luise Talbot (geb. 1988 in Essen, 4. Semester) spürt man surrealistische Ideen. Sie malt gegenständlich und komponiert Objekte und Formen in ihren Arbeiten, die in ihrer Kombination Rätsel aufgeben.

Exemplarisch stellen die Werke der sechs Studierenden einen Querschnitt der Arbeit im Atelier von Professorin Gabriele Langendorf in der Hochschule für Bildende Künste Saar dar, die die Ausstellung mit eigenen Arbeiten ergänzt. Gabriele Langendorf (geb. 1961 in Rheinfelden/Baden) ist für ihre realistische Malerei bekannt, die an die Neue Sachlichkeit erinnert. Sie schafft in ihren Gemälde und Zeichnungen eine eigene Wirklichkeit aus der Beobachtung der Umwelt und setzt so z.B. einzelne Gegenstände wie Briefumschläge oder ein Stück Seife stilllebenhaft in Szene.