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Workshop zum experimentellen Siebdruck
SS 2017

Richtung

Siebdruck
Bildnerische Grundlagen


Projektart

Workshop

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›Was bedeutet es, sich etwas anzueignen? Und, wenn der Begriff der Aneignung ein spezifisches Verhältnis zwischen Selbst und Welt, zwischen Individuen und Gegenständen (seien diese geistiger oder materieller Natur) beschreibt: Wie genau sieht dieses Verhältnis aus, was ist seine Besonderheit und seine spezifische Struktur? Verschiedene Momente kommen hier zusammen und machen möglicherweise gemeinsam den Reiz wie das Potenzial des Begriffs aus. Gegenüber dem bloßen Lernen bestimmter Inhalte betont die Rede von deren Aneignung, dass hier etwas nicht nur - passiv - übernommen, sondern - aktiv - durchdrungen und eigenständig verarbeitet wird. Gegenüber einer bloßen (theoretischen) Einsicht in einen Sachverhalt bedeutet dessen Aneignung - vergleichbar dem psychoanalytischen Prozess der Durcharbeitung , dass man mit dem Erkannten „umgehen“ kann, dass es einem als Wissen wirklich und praktisch zur Verfügung steht. Und sich eine Rolle „anzueignen“ bedeutet mehr als sie ausfüllen zu können: Man ist, so könnte man sagen, mit ihr identifiziert. Etwas, das man sich aneignet, bleibt einem also nicht äußerlich. Indem man es sich „zu Eigen“ macht, wird es in gewisser Hinsicht Teil von einem selbst.‹

Rahel Jaeggi: Aneignung Braucht Fremdheit, in: Texte zur Kunst, Heft Nr. 46 / Juni 2002 „Appropriation Now!“

 

Teilnehmende Studierende

Sarah Bechter , Osama Sayed Det Deiri, Lisa Goebel, Anna Herrman, Anna-Lena Hoffmann,  Ola Kelarji, Helena Krohn, Donata Koschel, Marie Lehnert, Helen Pohlmann, Alexandra Schu, Lydia Schuller, Felix Steinbrenner, Chiara Schwarz & Janine Wichmann