Liminal States


Versuch über zeit- und raumkonstituierende Installationen unter Verwendung mechanisch-kinetischer Klangerzeuger
SS 2015

Studierende

Philipp Hawlitschek


Richtung

Audiovisuelle Kunst/sound art


Projektart

Master

Philipp Hawlitschek: Liminal States, Master 2015

Meiner Arbeit liegt ein Interesse an verschiedenen Zeit- und Aufmerksamkeitsmodi zugrunde. Zur Verfolgung dieses Anliegens nutze ich mechanische Klangerzeuger (also keine Lautsprecher), mit denen ich durch raumbezogene Eingriffe fortwährende Klänge installieren kann. Raumbezogen heißt für mich, durch die Nutzung vorhandener Gegebenheiten Aufmerksamkeitspotentiale zu erschaffen.

In Bezug auf mein Vorhaben interessiert mich in diesem Sinne eine Setzung, die nahe am Begriff des Flüchtigen ist, die also keine Scheu davor hat, das Risiko einzugehen, nicht wahrgenommen zu werden. Denn unser Alltag, unsere Umgebung, ist voll von solchen Ereignissen, die wir verpassen, die uns entwischen. Selbst wenn wir unsere Aufmerksamkeit hochfahren, gibt es genug, dem wir nicht recht habhaft werden können, wo man sich fragt, nehme ich das jetzt noch wahr oder bilde ich mir schon was ein? Also, verstärken meine Ohren den Klang oder werden meine Ohren durch die Stille, durch die Klänge an der Schwelle der Wahrnehmung verstärkt?

Dieses Tasten an den Rändern dessen, was wir noch fassen können, das Versuchen, den hinteren Ecken und Kanten eines komplexeren Klanges auch noch nahezukommen, obwohl er uns doch wegflutscht, ist der Zustand des Hörens und damit auch des in Zeit-und-Raum-Seins, den ich anstrebe. Ich möchte mich an der Erzeugung der Möglichkeit eines bestimmten Zustandes im Raum versuchen.