Licht und Werbung


wie die Verschwisterung von Licht und Bewusstsein unsere Wahrnehmung bestimmt
WS 2018/19

Studierende

Denis Selzer


Studiengänge

Kommunikationsdesign


Projektart

Bachelor

Gehen wir davon aus, dass es der Verschwisterung beider Lichte bedarf, nämlich des Tages/Augenlichts also dem Physischen, und des inneren Lichts, also dem Bewusstsein, um vollumfänglich zu sehen. Ein Licht allein reicht zum Sehen nicht aus. Ist das physische Licht aktiv, aber das innere nicht, sind wir nicht in der Lage wahrzunehmen, ist das innere aktiv, aber das physische nicht, sind wir blind.

In dem Buch „Die gemeinsame Geschichte von Licht und Bewusstsein“ von Arthur Zajonc führt dieser unter anderem dieses Beispiel an: Angenommen, eine leere Coca Cola Flasche fiele über dem Amazonas aus einem Flugzeug und würde bei einem nicht zivilisierten Volk landen, so würden dieses Volk sicherlich vieles über diese Flasche denken, aber wahrscheinlich nicht, dass es sich um ein Behältnis für ein Erfrischungsgetränk handelt. 

Das bringt uns zu folgendem Schluss: Die Welt um uns rum ist immer dieselbe, nur unsere Wahrnehmung interpretiert das, was wir wirklich sehen, wahrnehmen, und somit auch fühlen, unser inneres Licht ist also die Variable, die Welt die Konstante. Gleichzeitig kennen wir einzig unsere eigene gesehene Wahrheit und nicht die der anderen. Wir können sie nicht sehen. Ob wir sie versuchen zu verstehen, hängt von uns selbst ab.

In Bezug auf Depression und psychische Erkrankungen würde dies bedeuten, dass unser inneres Licht darüber entscheidet, ob ein Mensch depressiv wird, oder nicht, denn die äußere Welt ist immer gleich, nur die Wahrnehmung ändert sich. Und niemand anderes kann unsere Welt sehen und wir können auch die Welt der anderen nicht sehen. Deshalb ist das Thema Depression auch schwer in die Gesellschaft zu transferieren und für viele Menschen gar nicht wirklich existent.

So ist die in diesem Rahmen entstandene Arbeit die Visualisierung und Kommunikation des sichtbaren Unsichtbaren: das innere unsichtbare Licht, das die Wahrnehmung der sichtbaren konstanten Welt um uns herum definiert und somit automatisch dann auch in letzter Konsequenz die Verschwisterung dieser beiden Lichte.

Die Metaphern sind vielfältig, hier visualisiert mit Tag und Nacht, ist es das innere Licht, das zum Strahlen gebracht werden kann – ob man es steuern kann, ihm ausgeliefert ist, oder die Frage was es unwillkürlich bedingt – es ist notwendig, dass ein Bewusstsein dessen existiert oder geschaffen wird. Das kann und soll die entstandene Arbeit leisten und kommunizieren.

Abbildungen