Gig-Poster 3.0


Poster für die lokalen Helden
WS 2018/19

Studierende

Philipp Rebmann


Studiengänge

Kommunikationsdesign


Richtung

Illustration/Comic


Projektart

Diplom

Gig-Poster sind Poster von Künstlern für Auftritte von Bands. Das ist die knappe Definition des klassischen Gig-Posters. Mittlerweile hat sich die Szene jedoch soweit etabliert, dass es doch viel interessanter erscheint neue Wege zu gehen. Für Musiker hat sich dabei das Gig-Poster zu einer erfolgreichen Art des Merchandising entwickelt. Die typischen Aspekte dieser Plakate können daher auch in andere Lebensbereiche übertragen werden. Wieso sollte eine erfolgreiche Kunstform nicht auch in einem ihr fremden Umfeld funktionieren. Generell ist das Gig-Poster eine hervorragende Art Kunst mit Werbung zu verbinden. Diese Symbiose kann daher auch in der lokalen Werbelandschaft Eingang finden.
Durch die künstlerische Freiheit, die das Gig-Poster gewährt, können viele Bands auf Konzerten mit Kunstwerken punkten, die oft völlig anders sind, als übrige Merchandiseprodukte. Wenn man diese Idee beispielsweise auf den Einzelhandel ausbreiten könnte, würde sich vielleicht eine neue und spannende Art zu Werben entwickeln. Jedoch nicht ausschließlich für die Werbung an sich, sondern auch um interessanten und außergewöhnlichen Geschäften zu mehr Anerkennung zu verhelfen. Ähnlich sind auch die frühen klassischen Gig-Poster entstanden, die häufig von Künstlern für ihre Lieblingsbands entworfen wurden. Welche Lokalitäten könnten Interesse an solchen Gig-Postern haben? Wo macht eine solche Art der Werbung überhaupt Sinn? Von Vorneherein war klar, dass vor allem inhabergeführte Geschäfte in Frage kommen, die bisher kaum professionelle Werbung haben. Große Handelsketten haben natürlich wenig Interesse an einer freien und unkonventionellen Kampagne. Dadurch grenzt sich die Summe der in Frage kommenden Partner bereits stark ein.
Zudem muss man bedenken, dass Gig-Poster hauptsächlich eine gewisse Zielgruppe ansprechen, die sich vor allem durch eine kulturelle und musikalische Affinität auszeichnet. Aufgrund der Reichweite eignen sich auch eher Geschäfte im städtischen Umfeld als in ländlicher Umgebung.
Als erstes stellte sich die Frage, für wen das Poster entworfen werden soll? Oftmals gibt es einen gewissen Unterschied, den die herausgesuchten und kontaktierten Läden von den übrigen Franchise-
Unternehmen abhebt. Dabei kann es sich sowohl um eine besondere Namensgebung des Geschäftes handeln, eine auffallende Philosophie oder auch ein ganz bestimmtes Produkt.
Nach dem ersten Eindruck der jeweiligen Lokalität stand am Anfang der Arbeit dann zunächst eine von Hand gefertigte Tintenzeichnung. Dabei war vor allem das freie, illustrative Arbeiten der wichtigste Aspekt, natürlich immer im Hinblick auf die Verwendung der Zeichnung im späteren
Poster. Nach der Fertigstellung der Skizze folgte dann der nächste Schritt. Die Zeichnungen wurden digitalisiert, am Computer nachträglich koloriert und gegebenenfalls verbessert. Um einen einheitlichen Gesamteindruck zu erreichen wurde diese Arbeitsweise vom ersten bis zum letzten Poster beibehalten. So entstand die Reihe von Gig-Postern für unsere lokalen Helden des Einzelhandels.