Es gibt Kuchen_Hermann zu Gast


SS 2017

Studierende

Hannah Mevis


Studiengänge

Freie Kunst


Projektart

Diplom

Ein soziales Experiment, welches, mit Hilfe von Kuchen, das Kunstinteresse der Saarländer untersucht. Besucher der Absolventenausstellung safety first werden durch verschiedene Räume einer ehemaligen Großküche und Kantine geführt. Beim Durchqueren fällt auf: jeder Raum ist anders. Dinge sind aufeinander abgestimmt. Es gibt eine Wegführung. Man läuft von Raum zu Raum und fragt sich, in welchen Dingen sich Arbeiten verbergen. Wo ist die Kunst? Ein Regal voll Kuchen und Bücher lädt zum Verweilen ein. Ein qualmender Kühlschrank lockt mit blauem Licht. Eine Bahn weißen Stoffes deutet einen Weg an. Ein blauer Sack hängt in einem ehemaligen Kühlhaus. Zwischendurch ertönt ein Geräusch. Es trägt sich durch alle Räume und irritiert den Ahnungslosen. Eine Küche duftet nach Kaffee, Kuchen, Brezeln oder Braten. Veränderung. In einem lichtdurchfluteten Raum verweisen einvakuumierte Lebensmittel auf Rezepte. Vergänglichkeit ist nicht aufzuhalten. Sieben Booklets erläutern Hermann. Andeutungen einer Wachstumskurve auf dem Boden. Der nächste Raum. Schwebende Küchenutensilien. Eine Schublade atmet ein Buch ein und aus. Das Geräusch wummert wieder durch die Räume. Man geht weiter und es wird dunkler. Man steht vor einer modularen Raumkonstruktion. Den Raum zu betreten kostet Überwindung. Es folgt die Konfrontation mit dem Selbst. Gleichzeitig ist noch jemand da. Letztendlich eine Wand. Aus Sicherheitsgründen verweist ein Piktogramm auf ein angemessenes Verhalten. Überall liegen Kuchenkrümel. Die Künstler sind vor Ort. Bei Kaffee und Kuchen stellen sogar distanzierte Besucher Fragen.