»Der Traum eines lächerlichen Menschen« (Fjodor Dostojewski) als dramatische Bühneninszenierung


SS 2018

Studierende

Roman Eich


Studiengänge

Media Art & Design


Projektart

Bachelor

Regie und Adaption: Roman Eich

Dem lächerlichen Menschen ist alles einerlei. Eigentlich möchte er sich, da ihm das Leben müßig und unlebenswert erscheint, erschießen. Seit zwei Monaten hat er es ganz fest vor, verschiebt seinen Freitod aber ein ums andere Mal. Dann durchlebt er einen Traum, welcher ihn schließlich umstimmt. Nur mit welcher Konsequenz?
In Fjodor Dostojewskis phantastischer Erzählung aus dem Jahr 1877 ist nichts so wie es scheint. Eine Charakterstudie über einen verzweifelten Mann, dem angeblich alles egal und der doch zutiefst verletzt ist. Manuel Franz als Lächerlicher Mensch erzählt, unterstützt von Raimund Widra, von seinem Traum, der eine bessere Erde aus Vorzeiten ästhetisiert, wie es sie so wahrscheinlich niemals gegeben hat. Oder doch. Und vielleicht war es gar kein Traum.
In einer Zeit, in der sich viele Menschen nach alten Zeiten sehnen und diese zunehmend romantisieren und ästhetisieren, bekommt Dostojewskis Text plötzlich eine neue Leseart. Die Inszenierung unterwirft sich diesem Konzept – alles wird a e s t h e t i c .
Die Adaption sowie die Inszenierung wurden in den vergangenen 5 Monaten vor allem in Zusammenarbeit mit dem Hauptdarsteller Manuel Franz und der Dramaturgin Franziska Schwarz erarbeitet. Die Proben fanden anfangs einmal pro Woche, ab Juni vier bis fünf Mal in der Woche im AStA-Keller statt. Die Endproben im Theater im Viertel begannen am 5. 7. 2018, das Stück wurde fünf Tage später, am 10. 7. 2018 im Rahmen meiner Abschlussprüfung erstmals öffentlich zur Aufführung gebracht.