Common Language Icons - Untersuchung einer visuellen Sprache


SS 2019

Studierende

Hendrik Decker


Studiengänge

Kommunikationsdesign


Projektart

Bachelor

Hendrik Decker: Common Language Icons - Untersuchung einer visuellen Sprache, Bachelor 2019, Ausschnitt Faltkarte "Reisehelfer"

Ist es möglich, nur über Icons zu kommunizieren? Wie präzise kann man sich lediglich mittels Icons ausdrücken? Wie gelangt man mit Icons an sein Ziel? Wie unterhält man sich mit Menschen, die nicht hören oder sprechen können, wenn man keine Gebärdensprache beherrscht? Wie unterhält man sich mit Menschen, deren Sprache man nicht spricht, denen man aber dringend etwas mitteilen muss? Wie kann man sich in einem solchen Fall verständlich machen, abseits von Gesten und Körpersprache? Mit diesen Fragen habe ich mich während meiner Bachelorarbeit Common Language Icons – Untersuchung einer visuellen Sprache beschäftigt.

Am Anfang stand der Gedanke, ein Konzept mit Icons und einem Mehrwert zu entwickeln. Die Idee war ein Projekt zu verwirklichen, welches vor allem anderen Menschen auf Reisen weiterhelfen kann.

Mir gefiel die Idee, mit anderen Menschen spielerisch über Icons in einen Dialog zu treten, so dass sich beide Parteien mittels Zeichen verständlich machen können. So entstand das Konzept eine Art Reisehelfer zu gestalten. Durch diesen sollte es möglich werden, die ersten Hürden einer Sprachbarriere zu überwinden, damit man sich grundlegend in fremden Ländern verständigen kann. Reisen spielt für mich als Designer eine große Rolle, da man auf solchen immer wieder neue Inspiration, Eindrücke und Einfälle gewinnt, die einem anders verborgen bleiben und war daher ein naheliegendes Thema. So entstand eine Faltkarte als Hilfsmittel für Reisen.

Handlich und kompakt sollte es möglich sein, die Karte auf Reisen immer bei sich zu tragen. Durch das gefaltete Format sollte sie unterwegs nicht zur Last fallen und immer griffbereit sein. Sollte man an einen Punkt kommen, an dem man nicht weiter weiß oder mit Fremden kommunizieren muss, deren Sprache man nicht spricht, soll es über sie möglich sein, sich mitzuteilen. Dazu kann der Reisehelfer aufgefaltet werden, so dass alle Icons für beide Parteien direkt eingesehen werden können. Durch das Zeigen mit Hilfe des Fingers von einzelnen Icons oder durch das Verketten von Iconfolgen soll man sich so unterstützend beispielsweise mit Lauten, Gesten oder Körpersprache verständlich machen können. Da viele Icons sich aus dem entsprechenden Kontext heraus ergeben oder auch situationsspezifisch gedeutet werden können, kann man damit beginnen, eine Art Icondialog aufzubauen und sich so auf Auslandsreisen verständlich machen.