Annäherung an das Unbegreifliche


Bühnenbild
SS 2017

Studierende

Jasmin Kaege


Studiengänge

Freie Kunst


Projektart

Bachelor

"Ich kann jeden leeren Raum nehmen und ihn eine nackte Bühne nennen. Ein Mann geht durch den Raum, während ihm ein anderer zusieht; das ist alles, was zur Theaterhandlung notwendig ist. Allerdings, wenn wir vom Theater sprechen, meinen wir etwas anderes" (Peter Brook:"Der leere Raum")

In meiner Arbeit bekleide ich nackte Bühnen, sodass darin Geschichten erzählt werden können. Die Räume, in denen ich inszeniere, erstrecken sich von klassischen Theaterräumen über alte Fabrikgebäude bis hin zu stillgelegten Schiffwracks.

In dieser Arbeit bekleide ich den Theaterraum des "Theater im Viertel"s für die Geschichte der "Annäherung an das Unbegreifliche" von Nuria Herrmann mit folgendem Material: 8 dreieckigen Sonnensegeln, 12 Sandsäcken, 1 Overheadprojektor und feinem Sand, 4 Laternen und 25  Sitzkartons.

Die Zuschauer werden auf den Sitzkartons in der Mitte des Raums so platziert, dass sie keinen fokusierten Blick auf eine gegebene Bühne haben. Sie befinden sich vielmehr mitten im Bühnenbild, befinden sich in einem gefühlten Zelt, das durch die Sonnensegel entsteht, die rund um das Publikum aufgeschlagen sind. 

Dadurch entsteht ein Raum, der von innen und von außen bespielt werden kann. Hinter den Segeln erscheinen die Schauspieler als Schattenrisse, Stimmen und Schritte. Der Raum hinter den Segeln wird ebenfalls mit Licht- und Schattenspiel durch das Tragen der Laternen bespielt oder durch das Schreiben in Sand, das mittels eines Overheadprojektors auf ein Segel projeziert wird.  Vor den Segeln werden die Schauspieler als Figuren sichtbar, spielen sehr nah im und um das Publikum herum, so dass sich dieses mitten im Geschehen, in der Geschichte wiederfindet.