Alles nix Neues


Stories zwischen gleich und ungleich
SS 2023

Studierende

Manon Scharstein


Studiengänge

Kommunikationsdesign


Richtung

Illustration/Comic
Typografie


Projektart

Bachelor

Manon Scharstein. Alles nix Neues. Stories zwischen gleich und ungleich, Bachelor Kommunikationsdesign, 2023, Beispielseiten Buch

Die Idee hinter der Bachelorarbeit war, verschiedene Perspektiven zum Thema Gleichberechtigung zu sammeln. Diese sollten in ein Buch oder Magazin zusammengefasst und anschließend durch Illustrationen den Leser*innen zugänglicher gemacht werden. Ziel war dabei, ein möglichst zugängliches Werk zum Thema Feminismus und Gleichstellung zu erschaffen, welches auch Leute begeistern könnte, die sich sonst nicht ohne Weiteres damit befassen bzw. keine direkten Berührungspunkte haben.

Im ersten Schritt wurden Gesprächspartner*innen gesucht: über Online-Umfragen, Recherche nach passenden Persönlichkeiten (Gleichstellungsbeauftragten etc.) und Nachfragen im direkten Umfeld ergab sich ein Pool an Personen, deren Perspektive mir interessant für das gewählte Thema erschien.

Anschließend führte ich die Interviews, bzw. trug die Texte zusammen, die mir die Menschen online, teils anonym, hatten zukommen lassen. Während dieses Prozesses stellte ich fest, dass die Geschichten unbedingt in Originallänge bleiben mussten, um die Stimmen der Erzählenden nicht zu verfälschen – und sich so eher das Format eines Buches anbieten würde. Zwar verlor die Arbeit dafür etwas von ihrer Zugänglichkeit, dafür blieben die Stimmen der Menschen authentisch. Ich habe versucht, ein Zuviel an Fließtext zu vermeiden: So gibt es zum Beispiel immer wieder zwischendurch extra kurze Geschichten, die auch extra visuell gekennzeichnet sind. So können Leser*innen, die wenig Zeit haben oder nicht voll in das Thema einsteigen möchten, zu den kurzen Geschichten vorblättern und dann bei Interesse voll in die Lektüre einsteigen.

Die nächste Arbeitsphase bestand darin, die Interviews in eine angemessen gelayoutete Buchversion zu bringen und mit den Illustrationen zu ergänzen. Die Illustrationen entstanden mittels eines Hochdruckverfahrens mit Tetrapaks. Das war zwar eine recht aufwendige Art zu illustrieren, gab dem Endprodukt jedoch ein herausstechendes visuelles Merkmal.
Bei den Schriften habe ich darauf geachtet, Fonts von Frauen* zu verwenden, da auch hier in Sachen Repräsentation noch einiges aufzuholen ist.

Auch wenn im Fokus des Buches die Geschichten stehen sollten, wollte ich die Leser*innen nicht ganz ohne theoretischen Background entlassen. Daher habe ich bei den Erzählungen, wo es mir inhaltlich wichtig erschien, im Anschluss jeweils eine Faktenseite eingefügt, die die wichtigsten Hintergrunddaten zum davor behandelten Thema kurz zusammenträgt. Des Weiteren gibt es auf den letzten Seiten des Buches einen etwas weiter gefassten Theorieteil, in dem ich auf die Punkte eingehe, die mir beim Thema Feminismus wichtig sind.

Ergänzend zum Buch gibt es noch einen kritischen Fragebogen, angelehnt an Max Frisch – während die Geschichten eher zum Zuhören animieren sollen, geht es beim Fragebogen darum, selber ins Nachdenken zu kommen und eigene Rollenfixierungen zu hinterfragen.

Text: Manon Scharstein
Redaktion: Rita Eschle

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