0x3F


SS 2015

Studierende

Se­bas­ti­an Schweig


Studiengänge

Kommunikationsdesign


Richtung

Fotografie
Film/Video
Medienkunst


Projektart

Diplom

Sebastian Schweig: 0x3F, Diplom 2015

In unserer modernen, vernetzten Welt sind Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte unsere treuen Begleiter. Viele von uns verbringen den ganzen Tag am Computer, checken unterwegs die neusten Posts und Statusmeldungen auf diversen Plattformen, streamen Musik, Serien und Filme und nehmen ihr Smartphone mit ins Bett. Mit der stetig fortschreitenden Entwicklung und Verbreitung der digitalen Technik, werden die neusten Geräte zunehmend günstiger, komplexer und kurzlebiger. Es treten aber auch immer häufiger Fehler auf. Sie gehören zum Alltag und jeder hat sie schonmal erlebt: Verzerrte Stimmen im Skype-Telefonat, Bildstörungen beim digitalen Fernsehen, Streaming oder Videowalls, fehlerhafter Upload von Fotos auf Flickr, Veränderung von physikalischen Eigenschaften eines Computerspiels, Bluescreen oder eingefrorene Benutzeroberflächen mit bizarren Verzerrungen und Farben

Seien wir ehrlich — Diese Bildstörungen sind auf den ersten Blick immer ärgerlich und mit Enttäuschung oder Frustration verbunden. Doch beschäftigt man sich näher mit ihnen, lassen sich auf den zweiten Blick auch positive Aspekte und tiefer gehende Bedeutungen erkennen.

 

In allen Lebensbereichen gilt es, Fehler zu vermeiden. Umso befreiender ist es, Fehler zuzulassen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. In ihnen steckt, neben dem Aspekt des Daraus-Lernen-Könnens, eine geballte Kraft an Kreativität und Innovation. Dabei interessiert mich besonders das Abweichen von gelernten Arbeitsschritten, Vorgehensweisen oder Techniken. Der Ausbruch aus der Konvention und das Zulassen von sowie die Auseinandersetzung mit Fehlern sind zugleich Motor und Inhalt meiner Arbeit. Ich begebe mich als Entdecker auf eine Safari und erlebe den Alltag mit offenen Augen. Ich liege auf der Lauer, warte, finde und jage meine Beute, erlege sie, zerlege sie in ihre Einzelteile, um sie schließlich zu erforschen und schaue was (nicht) passiert. Ein Thema, das immer spannend bleibt und bei dem der Zufall eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Die seltensten, schönsten, interessantesten, einzigartigsten Exemplare jeder Gattung habe ich in meiner Arbeit aufgeführt. Die Ästhetik, Tiefe und Intelligenz, die einem jeden Exemplar innewohnt, soll sich dem Betrachter offenbaren.