HBKsaar-Absolvent Thilo Seidel gewinnt Kunstpreis Robert Schumann 2018


Für eine Videoinstallation ist Thilo Seidel am 18. Januar 2018 mit dem Kunstpreis Robert Schuman 2018 ausgezeichnet worden

SS 2018


Lehrbereich

Freie Kunst


Studierende

Thilo Seidel

Die von der Stadt Metz ausgerichtete dreizehnte Ausgabe des Kunstpreises Robert Schuman, dem renommierten Preis für Gegenwartskunst der Großregion, wird seit September 2017 in enger Zusammenarbeit mit den vier Ausstellungskuratoren der QuattroPole-Städte Metz, Luxemburg, Saarbrücken und Trier intensiv vorbereitet. Die Partnerschaft mit der Cité-Musicale de Metz und die solide Unterstützung der Städte haben einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung geleistet.

Die Ausstellung mit 36 Werken bietet eine große Vielfalt künstlerischen Schaffens: von Zeichnungen über Fotografien, Sound, Videos, Performances und Plastiken bis hin zu Installationen. Verschiedene Generationen, die klassische bis zeitgenössische Techniken einsetzen, treffen aufeinander. Nathalie Filser, Koordinatorin des Kunstpreises für die Stadt Metz, wollte die Erfahrung des Ausstellungsbesuchs zu einem künstlerischen Erlebnis für die Sinne werden lassen. Die Metzer Ausgabe ermöglicht durch Performances und Diskussionen mit den Künstlern, die neugierig darauf sind, ihre Kunst mit der Meinung der Ausstellungsbesucher zu konfrontieren, auch den Austausch mit dem Publikum.

In Anwesenheit künstlerischer Akteure aus der gesamten Großregion und der Presse hat am 18. Januar Hacène Lekadir, stellvertretender Bürgermeister, Kulturdezernent und Vorsitzender der Jury, den Preisträger des Kunstpreises Robert Schuman 2018 offiziell bekannt gegeben: Thilo Seidel!

Zur Ernennung eines Preisträgers haben William Schuman, Vorsitzender des TCRM-BLIDA, und Emma Lavigne, Direktorin des Centre Pompidou-Metz, sich mit Kunstexperten der Partnerstädte beraten: Dr. Tobias Wall, Geschäftsführer der Karin Abt-Straubinger Stiftung in Stuttgart und Experte für visuelle und digitale Kunst beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Gabriele Langendorf, Rektorin der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK), Dr. Bärbel Schulte, Direktorin des Stadtmuseums Simeonstift Trier, Gaby Peters, Künstlerin und Preisträgerin des Kunstpreises Robert Schuman 2015, Gabriele D. Grawe, Konservatorin in der Villa Vauban, und Anouk Wies, Generalkoordinatorin und verantwortlich für das Programm des Cercle Cité der Stadt Luxemburg.

Das Unterwasser-Video von Seidel zeigt einen Schwimmer, der in ein Schwimmbad springt und schwimmt - allerdings steht die Aufnahme auf dem Kopf, so dass die Wasseroberfläche am Boden und der Badboden an der Decke zu sehen ist. Die Jury lobt ein Kunstwerk, "bei dem wir von einem Raum überrascht werden, in dem die Orientierungspunkte umgekehrt sind".

Über Thilo Seidel: Thilo Seidel ist 1987 in München geboren. Er studierte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar Media Art & Design, Dramaturgie und Dokumentarfilm, ab 2012 Künstlerischen Film und Fotografie bei Prof. Eric Lanz. 2016 schließt er mit dem Diplom ab. Er ist Mitbegründer und Teil der Künstlerinitiativen ‚Tjurip' und ‚TMQL!‘ sowie Mitorganisator temporärer Kultur- und Ausstellungsprojekte in Saarbrücken. 2016 absolvierte er ein Aufenthaltsstipendium in der Raketenstation Hombroich und wurde mit dem Bank 1 Saar-Förderpreis für Design ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden u. a. auf der Landeskunstausstellung Saarart11, im Stadtmuseum Kaiserslautern und im Rahmen des Projekts „Vorhallen –Nachhallen“ auch im vierten Pavillon des Saarlandmuseums ausgestellt.

 

Die ausgestellten KünstlerInnen:

François Bellabas / Morgane Britscher / François Génot / Julie Luzoir / Justine Blau / Chantal Maquet / Mary-Audrey Ramirez / Daniel Wagener / Katharina Hinsberg / Gertrud Riethmüller / François Schwamborn / Thilo Seidel / Klaus Maßem / Werner Müller / Matthias Platz / Salman Rezaï

Die AusstellungskuratorInnen:

Nathalie Filser (Metz) / Fanny Weinquin (Luxemburg) / Andrea Jahn und Kamila Kolesniczenko (Saarbrücken) / Sebastian Böhm (Trier)

Abbildungen