Prof. Maike Fraas


Lehrgebiet Industriedesign/Produktdesign

Die Industriedesignerin Maike Fraas wurde zu Beginn des Sommersemesters 2020 als Professorin für Industriedesign/Produktdesign an die HBKsaar berufen.

Maike Fraas gestaltet innovative Beteiligungsformate und Partizipationsinstrumente zur Lebenswelt- und Wohnumfeldgestaltung, zu sozialen Räumen im öffentlichen Raum, zu partizipativer Architektur und zu Raumentwicklung für Begegnung und Dialog.
Bereits seit 2002 arbeitet sie als Gestalterin an den Schnittstellen zu den Disziplinen Stadtplanung, Vermittlung und Kunst und zu sozialen Projekten und entwickelte zahlreiche Projekte in diesen Themenfeldern. Als Lehrende hatte sie diverse Lehraufträge für Gestalterische Entwurfsprojekte und Designtheorie.

Maike Fraas hat an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Design studiert, wo sie von 2006 bis 2011 als künstlerische Mitarbeiterin tätig war. Dort leitete sie auch 2016/2017 das Designhaus. Als Gastprofessorin im Industriedesign lehrte sie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle 2017/2018 zu Gestaltungsstrategien für Städte im Umbruch und arbeitete mit Studierenden u.a. am Beispiel Halle-Neustadt.

Das Interesse von Maike Fraas liegt vorrangig in einer prozessorientierten Gestaltungspraxis, die die sozialen Gefüge im Handlungsumfeld berücksichtigt und nutzt und die das Verständnis einer sozialen Verantwortung von Gestaltung impliziert. In der Kommunikation und Zusammenarbeit mit Akteuren wie Nutzer*innen oder Bewohner*innen werden in ihren Projekten Handlungsfelder von Gestaltung ausfindig gemacht, Potentiale definiert, Umsetzungsansätze ausformuliert, erprobt und weiterentwickelt. Dieser Prozess ist in der Regel ergebnisoffen und kann in konkreten Objekten, Interventionen, Ausstellungsprojekten, in Publikationen oder im Diskurs münden.

Zudem beschäftigt sie sich mit unterschiedlichen Gestaltungsfragen, Ausstellungsformaten und Sammlungen. Gemeinsam mit Matthias Götz führte sie Designtheoetische Symposien durch und ist Mitherausgeberin von Fiasco – ma non troppo. Vom Designfehler zum Fehlerdesign, 2012, und Villa Paragone – Thesen zum Ausstellen, 2006 (Schwabe Verlag).

Sie arbeitet in unterschiedlichen Konstellationen mit Planer*innen und Gestalter*innen zusammen, u.a. mit Maik Ronz unter TWIMC – To Whom It May Concern.