Prof. Ralf Werner gewinnt Wettbewerb zur Kunst im öffentlichen Raum


Für den Neubau des Praktikumsgebäudes der Pharmazie auf dem Campus Saarbrücken soll der Bereich mit Eingang, Foyer und Hörsaal nach Fertigstellung künstlerisch gestaltet werden. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Jury hat sich jetzt für den Entwurf „Molekülarchitekturen“ des Bildhauers Ralf Werner entschieden.

„Ich freue mich sehr, dass mit Ralf Werner ein herausragender Bildhauer diesen Wettbewerb gewonnen hat. Den Reiz seines Entwurfes machen die vexierenden Formen seines Werkes aus. Die Formen verändern sich je nach Perspektive und laden den Betrachter ein, immer den Blickwinkel zu ändern. Das wünschen wir uns auch von den jungen Menschen, die hier täglich ein- und ausgehen“, sagt Kulturminister Ulrich Commerçon.

„Der Neubau des Praktikumsgebäudes ist ein wichtiger Baustein für die bauliche Entwicklung am Campus Saarbrücken. Das Gebäude selbst ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs und hat einen hohen Qualitätsanspruch. Durch die Kunst soll dieses Gesamtwerk abgerundet werden“, so Bauminister Klaus Bouillon.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem unmittelbaren Bezug des Künstlers auf einen zentralen Studiengegenstand der Pharmazie, nämlich die räumliche Struktur von Molekülen. Zwei Wände im Eingangsbereich des Praktikumsgebäudes sollen Wandreliefs aus farbig gefassten Aluminiumprofilen tragen, deren struktureller Aufbau sich aus den Strichformeln einzelner Neurotransmitter herleitet. Neurotransmitter sind Botenstoffe des Nervensystems, die die biochemische Grundlage für unsere Wahrnehmungen und unser Bewusstsein bilden. Menschen, die den Eingangsbereich durchqueren, nehmen auf ihrem Weg die Reliefs wie ein Vexierbild wahr, das aus wechselnden Betrachtungswinkeln immer wieder neue Erscheinungsformen annimmt.

Quelle: saarland.de

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