28. und 29. Oktober 2021

Die Welt der Gestaltung als Wille und Vorstellung


 

Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichsten Fachbereichen präsentieren und diskutieren ihre Ideen zum Themenkomplex »Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion«.

Die interdisziplinäre Tagung fragt, welche Entwicklungspotenziale die »New European Bauhaus«-Bewegung für Design, Architektur und die Lehre an künstlerischen Hochschulen mobilisiert und wie diese Potenziale in die soziale Realität übertragen werden können.

Die Tagung findet im Pingusson-Bau in Saarbrücken statt. Zudem wird sie per Live-Stream online übertragen.

Das Tagungsprogramm und weiterführende Informationen sind auf der Tagungswebsite zu finden.

Für die Teilnahme in Präsenz ist eine vorherige Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten an presse@hbksaar.de erforderlich. Anmeldeschluss ist der 17. Oktober 2021.

 

»Es gibt keine tabula rasa. Wie Schiffer sind wir, die ihr Schiff auf offener See umbauen müssen, ohne es jemals in einem Dock zerlegen und aus besten Bestandteilen neu errichten zu können.« - Otto Neurath

Große Herausforderungen warten auf die Menschheit und das planetare Leben. Wer klug und nachhaltig wirtschaften und Lebensformen weiter entwickeln will, wird das Gleichnis von Otto Neurath verstehen: Wie Schiffer sind wir, die mit begrenzten Ressourcen und Mitteln das Schiff bei voller Fahrt umbauen müssen. Technologische Zivilisation stößt auf Grenzen des Wachstums, Gestaltungswille prallt auf Erderwärmung, Spekulatives Design trifft auf Naturgesetze. Und Kulturvertreter:innen lernen, dass sich die Welt nicht beliebig dem menschlichen Mutwillen fügt.

Es ist Zeit für einen Kurswechsel: 2021 hat die EU-Kommission das ambitionierte Kulturprogramm »The New European Bauhaus« initiiert. Diese neue Kulturbewegung beruht auf dem konzeptionellen Dreiklang von Ästhetik – Nachhaltigkeit – Inklusion. Eingebettet ist das Kulturprogramm in die wirtschaftspolitische Leitlinie der EU, den »Green Deal«.

Die Tagung »Die Welt der Gestaltung als Wille und Vorstellung« setzt sich kritisch mit diesem Kulturprogramm auseinander: Sind wir schon auf dem richtigen Weg in eine nachhaltigere und inklusivere Zukunft oder müssen wir uns die kulturellen Grundlagen Europas näher angucken? Was bewirkt weiterhin Exklusion, welche Lebensformen sind nicht nachhaltig und werden auch nicht im bisherigen Kulturprogramm bedacht? Und zu guter Letzt: Wie wollen und sollten wir in Zukunft leben, arbeiten, lieben?

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