Am 28. Oktober 2010 veranstaltet die HBKsaar zusammen mit dem Verein Kulturraum Grossregion ein Symposium zur Zukunft der Medien-Ausbildung an den Kunsthochschulen der Grossregion.
28. October 09:30-17:00
- version française -
Programm / Déroulement du Colloque
Teilnehmer und Teilnehmerinnen - Intervenants et Intervenantes
Video-Interviews
Aus Sicht der Veranstalter stehen institutionelle Akteure dabei im Spannungsfeld zwischen ihren künstlerisch-wissenschaftlichen Traditionen und einer Autonomisierung digitaler Technologien:
Auf der einen Seite stehen experimentelle Traditionen der Gestaltung, die aktuelle medientechnologische Entwicklungen in einen umfassenden aesthetisch-historischen Kontext stellen und immer auch den experimentellen Umgang mit den Instrumenten der Gestaltung selbst umfassen.
Auf der anderen Seite Innovationsdiskurse, die zunehmend auf ein neo-industrielles Verständnis von Kreativität setzen und dabei von einer Autonomisierung der Gestaltungstechnologien unterstützt werden, deren Komplexität experimentelle Räume in Ausbildungsprozessen einzuschränken droht.
Wie gehen Kunsthochschulen in ihren Ansätzen und Ausbildungsangeboten im Bereich der digitalen Medien mit diesen und anderen Konflikten um, auf welche Traditionen - Medienkunst, Netz.Kultur, Software Studies - können sie sich bei der Schaffung neuer Ausbildungsmöglichkeiten berufen, in welchen Entwicklungs-zusammenhang - Informations-, Netzwerk-, Wissensgesellschaft - stellen sie ihre Initiativen?
Der Titel des Symposiums greift mit dem Film Rainer Werner Fassbinders (Begleitprogramm) die Vision einer Welt auf, in der reale und virtuelle Wirklichkeiten sich bis zur Ununterscheidbarkeit vermischen – auch wenn das Thema digitale Medien im Vordergrund steht, gibt es doch eine lange Tradition der filmischen Reflexion über virtuelle Welten. Der Titel verweist damit auf eine Form der Historisierung digitaler Medien, die zwar als eigene Tradition betrachtet, damit aber oft auch von der Heterogenität und Radikalität eines sehr viel umfassenderen transmedialen Archivs abgekoppelt werden.
Das Symposium möchte den Austausch innerhalb der Grossregion fördern mit dem Ziel, engagierte Akteure für neue Kooperationen zu begeistern und damit auch grenzüberschreitende künstlerisch-wissenschaftliche Ausbildungs-, Ausstellungs- und Forschungsinitiativen anzuregen. Zur Teilnahme am Symposium werden Akteure der Grossregion aus den Bereichen Kunst- und Medienhochschulen, Museen und andere Kultureinrichtungen eingeladen.
Begleitend wird eine Internetseite erstellt, die zentrale Akteure/innen der GR in kurzen Videointerviews vorstellt.
Teilnahme
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und überlassen es Ihnen, ob Sie in
einem der Workshops eine Initiative oder ein Projekt vorstellen
möchten oder sich einfach nur an den Diskussionen beteiligen wollen.
Wie im Programm beschrieben, sollen in zwei - sich thematisch
überschneidenden - Workshops einerseits die Hochschulen selbst, im
zweiten all jene im Vordergrund stehen, die sich mit den Ergebnissen
dieser Ausbildungsprozesse beschäftigen - als Kuratoren, Förderer,
Kritiker, Kooperationspartner. Je nach Grösse/Teilnehmerzahl werden diese Workshops in (2) kleinere Gruppen unterteilt.
Falls Sie etwas vorstellen möchten, bitten wir (aus organisatorischen Gründen, u.a. um Übersetzerinnen und Übersetzer auf mögliche Themen vorzubereiten) um rechtzeitige Übersendung einer Zusammenfassung bis zum 15. Oktober, gern als PDF.
Aus dieser Zusammenfassung sollte deutlich werden, a) welche Initiative
vorgestellt werden soll, b) welche - historischen, institutionellen,
theoretischen - Bezüge zum Thema des Symposiums hergestellt werden,
und c) welche Erwartungen an andere Akteure der Grossregion in Bezug
auf einen zukünftigen Austausch bestehen.
Alle Zusammenfassungen stehen (soweit rechtzeitig eingereicht) vorab online zur Verfügung, im Rahmen des Workshops besteht ebenfalls die Gelegenheit zu einer Kurzpräsentation (max. 5 min !!!).
Beamer/Computer zur Präsentation (Format: PDF) sind vorhanden
Alle Beiträge werden simultan übersetzt (de<>fr)
Materialien zum Auslegen: Info-Material zu Studiengängen, Schwerpunkten, Initiativen, Projekten
Die Veranstaltung ist öffentlich, neben den eingeladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht sie auch dem allgemeinen interessierten Publikum offen.